Veröffentlicht am 27. August 2026
Eine private Karte mit einer Gruppe teilen, ohne sie öffentlich zu machen
Mehrere Markierungen auf einer Karte, sichtbar nur für die Leute, die dazugehören — mit Rollen, Freigabe pro Ort und Speichern ohne Netz.
Es gibt zwei ganz verschiedene Arten von Teilen, und die meisten Karten-Apps können nur die erste.
Die erste ist ein Ort für eine Person: Du hast eine gute Stelle gefunden und schickst sie jemandem. Dafür reicht ein Link, und darum geht es in einen einzelnen Ort teilen.
Die zweite ist schwieriger. Du willst eine Karte mit mehreren Markierungen, zu der dieselben paar Leute immer wieder zurückkommen — die Angeltruppe, die Familie, mit der du wanderst, zwei Leute, die eine Reise planen. Kein einmaliger Link. Keine öffentliche Seite. Eine Karte, die privat bleibt, außer an den Stellen, die du bewusst öffnest.
Um diese zweite Art geht es hier.
Was eine gemeinsame Karte leisten muss
Lässt man die Funktionslisten weg, muss eine Gruppenkarte vier Fragen beantworten:
- Wer sieht sie? Namentlich eingeladene Leute, nicht "jeder mit dem Link".
- Was genau ist freigegeben? Bestimmte Orte, nicht deine ganze Karte.
- Wer darf etwas ändern? Manche tragen ein, manche schauen nur.
- Was passiert mit dem Rest? Der bleibt deiner.
An der zweiten und der vierten Frage scheitern die meisten Werkzeuge. Sie teilen eine Liste, und eine Liste ist alles oder nichts.
Warum die üblichen Wege nicht reichen
Ein Link teilt einen Moment, keine Karte
Du schickst einen Link und hast damit eine Sache geteilt, einmal. Nächste Woche findest du die nächste Stelle und schickst den nächsten Link. Nach einer Saison liegt das gemeinsame Wissen verstreut in einem Chatverlauf, den niemand mehr hochscrollt. Eine Karte ist das nicht — nur Nachrichten, in denen zufällig Koordinaten stehen.
Eine öffentliche Liste teilt alles
Manche Apps lassen dich eine Liste gespeicherter Orte veröffentlichen. Das geht gut, bis dir auffällt, dass die Liste die Einheit des Teilens ist. Trägst du einen Ort ein, sehen ihn alle. Lässt du ihn draußen, liegt er woanders. Am Ende pflegst du zwei Sammlungen und verwechselst sie.
Ein Gruppenchat verliert die Markierungen
In den Chat kopierte Koordinaten sind ungefähr eine Woche lang auffindbar. Eine Karte sind sie nicht, filtern nach Kategorie kann man sie nicht, und zurückfinden nur, indem man Zahlen in eine andere App tippt.
Was "standardmäßig privat" heißen muss
Der Satz wird gern lose benutzt, deshalb hier die Fassung, auf der es sich zu bestehen lohnt: ein gespeicherter Ort ist für niemanden sichtbar, bis du bei genau diesem Ort etwas dafür tust.
Nicht "privat, bis du einer Gruppe beitrittst". Nicht "privat, solange die Liste nicht geteilt ist". Privat pro Ort, und Teilen ist etwas, das du mit einer einzelnen Markierung machst.
Genau dieser Unterschied macht eine Gruppenkarte im Alltag brauchbar. Du kannst in einer Angelgruppe sein und trotzdem die eine Stelle behalten, die du noch nicht hergeben willst.
Wie das Teilen in Gruppen bei Pean funktioniert
Pean ist eine private App zum Speichern von Orten, für iPhone, Android und Apple Watch. Jeder gespeicherte Ort ist privat, und Gruppen sind der Weg, einzelne davon bestimmten Leuten zu öffnen.
Schritt 1: Zuerst die Orte speichern
Speichere die Stelle wie sonst auch — ein Tipp erfasst die GPS-Position, Foto, Notiz und Kategorie kommen danach dazu. Kategorien sind auf einer gemeinsamen Karte wichtiger, als man denkt: Fisch, Pilze, Beeren, Jagd, Kräuter, Landmarken und Sonstiges. Sobald eine Gruppenkarte über zwanzig Markierungen hat, ist das Filtern nach Kategorie das, was sie benutzbar hält.
Das Speichern funktioniert ohne Netz. Bist du an einer Stelle ohne Empfang, wird der Ort lokal gespeichert und synchronisiert sich, sobald du wieder online bist — also genau in der Lage, in der die Orte entstehen, die eine Gruppe interessieren.
Schritt 2: Die Gruppe anlegen
Gib ihr einen Namen, der den Zweck beschreibt statt die Personen: "Pilzrouten Herbst" altert besser als "Chat 2". Wer eine Gruppe anlegt, ist ihr Besitzer.
Schritt 3: Leute über den Nicknamen einladen
Mitglieder werden über ihren Pean-Nicknamen hinzugefügt, du musst also keine Telefonnummern oder E-Mail-Adressen herumreichen, damit eine Karte zustande kommt. Eine Einladung wartet, bis die Person annimmt oder ablehnt — niemand landet stillschweigend in irgendetwas.
Schritt 4: Nur die Orte freigeben, die dazugehören
Das ist der entscheidende Teil. Du gibst einen einzelnen Ort für eine Gruppe frei. Deine übrigen gespeicherten Orte sind davon nicht betroffen, tauchen nirgends auf und sind für die Mitglieder nicht sichtbar.
Ein Ort kann in einer Gruppe liegen, ohne öffentlich zu werden, und der Rest deiner Karte bleibt genauso privat wie vorher.
Schritt 5: Festlegen, wer was darf
Es gibt drei Rollen:
- Besitzer — hat die Gruppe angelegt und kann sie löschen.
- Admin — verwaltet die Mitglieder.
- Mitglied — sieht die freigegebenen Orte.
Für eine Familienkarte können alle Mitglied sein. Bei einer größeren Truppe sorgt ein zweiter Admin dafür, dass nicht nur du jemanden aufnehmen kannst.
Was die Tarife erlauben
Bei der Gruppengröße unterscheiden sich die Tarife am deutlichsten:
| | Gruppen | Mitglieder je Gruppe | Gespeicherte Orte | | --- | ---: | ---: | ---: | | Free | 5 | 5 | 50 | | Pro | 20 | 50 | 500 | | Max | 100 | 250 | 3 000 |
Für eine Familie oder eine kleine Truppe reicht der kostenlose Tarif. Die bezahlten sind für Leute, die mehrere Gruppen parallel führen — einen Verein, eine Guiding-Tätigkeit, mehrere Jagdgesellschaften, die die Stellen der anderen nicht sehen sollen.
Auf iPhone, Android und Apple Watch
Dieselbe Karte und dieselben Gruppen, überall wo du Pean benutzt:
- iPhone — alles bearbeitbar: Gruppen anlegen, Mitglieder verwalten, Orte freigeben, Fotos und Notizen ergänzen.
- Android — dieselbe App, dieselben Gruppen. Pean für Android läuft zurzeit als geschlossener Test bei Google Play, die Installation braucht also eine Tester-Einladung. Der Android-Button unten auf dieser Seite fragt eine an; er will die E-Mail deines Google-Kontos, weil Play die Tester-Listen darüber führt.
- Apple Watch — ein Tipp speichert die Position, wenn die Hände voll sind. Sie synchronisiert sich aufs Handy, und du entscheidest danach, ob sie in eine Gruppe geht.
- Webkarte auf pean.me — alles im Browser durchsehen, am bequemsten für den Blick auf die Gruppenkarte vor einer Tour.
Wann ein Link die bessere Wahl bleibt
Gruppen sind für Teilen, das sich wiederholt. Willst du einer Person einen einzelnen Ort schicken, die Pean gar nicht benutzt, ist ein Freigabe-Link schneller und verlangt kein Konto. Beides ergänzt sich: Links für den einmaligen Fall, Gruppen für die Karte, die bleibt.
Häufige Fragen
Kann ich eine Karte mit einer Gruppe teilen, ohne meine anderen Orte zu zeigen?
Ja. Freigegeben wird pro Ort, nicht pro Karte. Du gibst eine einzelne Markierung für die Gruppe frei, alle anderen gespeicherten Orte bleiben privat und für die Mitglieder unsichtbar.
Wie lade ich jemanden zu einer Gruppenkarte ein?
Über den Pean-Nicknamen. Die Person bekommt eine Einladung und nimmt sie an oder lehnt sie ab. Telefonnummern oder E-Mail-Adressen werden dafür nicht ausgetauscht.
Können mehrere Leute Markierungen zur selben Karte beitragen?
Mitglieder sehen die für die Gruppe freigegebenen Orte, und jede und jeder in der Gruppe kann eigene gespeicherte Orte dazugeben. Die Orte bleiben dabei bei der Person, die sie gespeichert hat.
Was passiert, wenn ich eine Gruppe verlasse oder sie gelöscht wird?
Deine gespeicherten Orte bleiben dir. Eine Freigabe gibt der Gruppe Einsicht, nicht Eigentum — mit der Gruppe verschwindet also die gemeinsame Ansicht, nicht der Ort selbst.
Ist eine geteilte Karte in Pean öffentlich?
Nein. Es gibt keinen öffentlichen Feed und kein auffindbares Verzeichnis von Gruppenkarten. Eine Gruppe sehen nur die Leute, die eingeladen wurden und angenommen haben.
Funktioniert eine Gruppenkarte ohne Empfang?
Ja. Orte werden ohne Netz lokal gespeichert und synchronisieren sich automatisch, sobald wieder Verbindung da ist — auf dem iPhone, auf Android und auf der Apple Watch. Das zählt genau dort, wo eine Gruppenkarte etwas taugt: im Wald, auf dem Wasser, abseits der Wege.
Wie viele Leute passen in eine Gruppe?
Fünf im kostenlosen Tarif, 50 bei Pro und 250 bei Max — bei 5, 20 beziehungsweise 100 Gruppen.
Bereit, deine Orte zu speichern?
Tausende Menschen nutzen Pean, um ihre persönlichen Orte zu speichern.